Neues vom Hof

Unsere Kuh "Venus" hat in der vergangenen Woche ein Kälbchen bekommen. Vor dem Kalben werden unsere Kühe acht Wochen lang nicht mehr gemolken und bekommen als sogenannte Trockensteher eine Ruhezeit, in der sich das Euter regenerieren und das Kalb im Mutterleib gut entwickeln können. Unsere Trockensteher sind als kleine Gruppe von drei bis sechs Kühen auf einer anderen Weide und haben dort ihre Ruhe. Jetzt beginnt für Venus wieder der Alltag als Milchkuh. Zweimal am Tag wird sie gemolken, sodass sie uns ca. 20 Liter Milch schenkt. Sechs Liter Vollmilch bekommt ihr kleines Kälbchen täglich davon ab. Unser Auszubildender Jonas hat einen Anhänger voll beladen mit Silageballen von dem Demeterbauern Hans Werner Dittmer abgeholt. Wir benötigen diese Ballen als Futter für unsere Rinder, da wir aufgrund der Trockenheit nicht ausreichend Gras auf unseren Weiden ernten konnten.

Als Salat schneiden wir diese Woche Zuckerhut, der mit seinen Bitterstoffen geschmacklich an Endivie errinnert. Die Salate (Asia, Postelein und Feldsalat) im Gewächshaus müssen erstmal wieder nachwachsen. Aus unserem Gemüselager verteilen wir Rote Bete, Kohlrabi und Möhren.

Im Gewächshaus werden diese Woche noch einmal 15.000 Erdpresstöpfchen mit Feldsalat gepflanzt.

In der kommenden Woche KW 48 wollen wir einmal Grünkohl für die Solawi ernten und passendes Fleisch vom Johannshof dazu verteilen.

 

Neues aus der Solawi

Für die Abholstelle auf dem Hof haben wir einen großen 30 Liter Milch-Behälter mit Zapfhahn bestellt. Wir wollen diesen Behälter auf dem Hof testen, um zu schauen, ob die Abfüllung der Milch damit einfacher wird. Wenn der Test auf dem Hof erfolgreich verläuft, können die anderen Depots auch mit diesem Gefäß ausgestattet werden.

 

Folgende Anfragen sind an mich herangetragen worden. Gerne leite ich diese an euch weiter:

 

Liebe Solawi Oldenburg,

ich bin Studentin an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg und beschäftige mich in diesem Semester mit meiner Masterarbeit.

In meiner Arbeit setze ich mich mit der Solidarischen Landwirtschaft als einem Lösungsansatz für nachhaltigere, regionale Wirtschaftsformen im Bereich der Ernährung auseinander. Mein Forschungsfokus liegt hierbei auf der Frage, wie in einer Solidarischen Landwirtschaft Gemeinschaft entsteht. 

Gerne würde ich dafür Interviews mit den Mitgliedern Ihrer Solidarischen Landwirtschaft führen.

Die erhobenen Daten und die Ergebnisse werden selbstverständlich anonymisiert.

Dürfte ich Sie darum bitten, mich bei meiner Suche nach Interviewpartner*innen zu unterstützen und mein Anliegen über Ihren E-Mail Verteiler an Ihre Mitglieder heran zu tragen?

Ich plane, die Interviews ab dem 19. November durchzuführen.

Bei Rückfragen stehe ich Ihnen und allen Mitgliedern gerne zur Verfügung!

Herzlichen Dank im Voraus für Ihre Hilfe! Ich freue mich über Ihre Rückmeldung.

 

Mit freundlichen Grüßen

Sophie Berg

 

E-Mail: sophie.berg@uni-oldenburg.de

 

 

Blick über den Tellerrand

Hallo zusammen,

wie einige von euch bestimmt schon mitbekommen haben, wird zur Zeit auf EU-Ebene über die neue Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) nach 2020 verhandelt.
Da darüber enorme Geldmengen verteilt werden (58 Milliarden € jährlich!) ist dies ein Instrument, welches einen großen Einfluss darauf hat, wie Landwirtschaft in der EU betrieben wird. Deshalb ist es auch so wichtig, dass bei den Verhandlungen eine GAP herauskommt, die nachhaltige Landwirtschaft fördert.

Derzeit laufen verschiedene Aktionen, um Einfluss auf die Verhandlungen zu nehmen:

Ein offener Brief des WeMove.EU Netzwerkes (eine Bürgerbewegung, die sich für ein besseres Europa einsetzt)
"Wir fordern eine nachhaltige Landwirtschaft. Sie muss für alle - Erzeuger/innen, Verbraucher/innen, Tiere und Umwelt - fair, gesund und erschwinglich sein. Für die Regierungen muss das öffentliche Interesse endlich wichtiger werden, als das der Großkonzerne. Wir brauchen dringend eine Reform der Gemeinsamen Europäischen Agrarpolitik."
Hier kann man mit unterzeichnen: https://act.wemove.eu/campaigns/goodfoodgoodfarming-DE

Email-Aktion des NABU an Abgeordnete des Europa-Parlamentes:
https://mitmachen.nabu.de/meine114euro

Und schonmal zum Vormerken: am 19.1.2019 findet in Berlin wieder die jährliche "wir haben es satt!"-Demo für eine nachhaltigere Landwirtschaft statt. (mehr Infos: https://www.wir-haben-es-satt.de/informieren/grossdemo-am-191/)

weitere Informationen zum Thema:
https://www.dnr.de/eu-koordination/eu-umweltnews/2018-politik-recht/eu-langzeit-haushalt-plaene-fuer-agrarpolitik-und-life-enttaeuschen/
https://www.umweltbundesamt.de/themen/boden-landwirtschaft/landwirtschaft-umweltfreundlich-gestalten/gemeinsame-agrarpolitik-der-europaeischen-union

Viele Grüße,
Clara (aus dem Depot in Eversten)

 

 

 

 Pro Ernteanteil gibt es Milchprodukte aus 8 l Kuhmilch:

  • 2 Liter Milch
  • 2 Becher Joghurt
  • 250 g Kräuterquark
  • 220 g Frischkäse natur leicht gesalzen
  • 285 g Hofkäse mit Gewürzen

 

Aus der Bäckerei

 

Diese Woche gibt es für jeden vollen Anteil ein Roggenbrot  oder ein Mischbrot weiterhin von der Backstube aus Bremen und die halben Anteile bekommen jeweils ein halbes Brot.

 

Aus der Fleischverarbeitung vom Johannshof

Diese Woche gibt es für alle vollen Anteile Kassler.

 

 

4 Eier vom Johannshof

Aus der Gärtnerei

 

Pro Ernteanteil gibt es ca. 2,5 kg Gemüse und 1 kg Kartoffeln. 

 

0,8 kg Möhren
1 Bund Kräuter
0,8 kg Rote Bete "Forono"
 1  Kopf  Zuckerhut-Salat
250 g Zwiebeln Sorte "Bajosta"
 1   Kohlrabi "Superschmelz"
1 kg Kartoffeln "Goldmarie" festkochend

 

Die in der Tabelle angegebenen Mengen sind Richtwerte für einen Ernteanteil. Innerhalb der Depots kann die Ware auch getauscht werden.

 

Viele Grüße aus Grummersort,
Eike

 

 

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