Neues vom Hof

Diese Woche schneiden wir die letzten Fenchelknollen in diesem Jahr. Wir haben überwiegend die samenfeste Sorte "Perfektion" angebaut. Der Fenchel dieser Sorte hat weiße und flachrunde Knollen und ist optimal für den Anbau im Herbst. Vor 30 Jahren war der Fenchel ein reines Herbstgemüse, welches bei einer frühen Aussaat im Sommer sehr schnell in Blüte ging. Durch intensive Züchtung gibt es den Fenchel die ganze Saison und im Winter aus Südeuropa. Überwiegend werden beim Fenchel auch im Bio-Anbau sogenannte Hybridsorten angebaut, da diese Sorten nicht so schnell in Blüte gehen und die dicken runden Knollen bilden, welche der Kunde heute erwartet und lieber kauft. An unserem Marktstand können wir auch beobachten, dass die schicken Hybrid-Sorten deutlich schneller und besser verkauft werden als der etwas flachere samenfeste Fenchel. In der Solawi haben wir die Möglichkeit über die Vorzüge der samenfesten Sorten zu berichten und zu kommunizieren, warum die Optik des Gemüses manchmal etwas anders ist.

Unsere Kühe sind in den vergangenen Tagen immer mal wieder Gast auf Ackerflächen oder Gemüsebauflächen, um dort Kleegeras oder Zwischenfruchtbestände abzuweiden, damit wir weniger wertvolles Heu verbrauchen. Unsere Auszubildenden Jonas und Matthis haben die Erde und Sträucher, welche aus den Gräben gebaggert wurden, aufgeladen und von den Ackerflächen herrunter geholt. Die Grube hinter dem Stall wurde Fass für Fass leer gepumpt, und die Jauche auf den Wiesen und Weiden verteilt.

Die ungemütlichen Tage draußen wurden in der Gärtnerei genutzt, um im Gewächshaus eine große Menge Feldsalat zu pflanzen.

 

Monsanto & Co. Kritik #1: Die Landwirte geraten in Abhängigkeit von den Konzernen (Teil 3). Nina Gmeiner aus dem Depot Osternburg berichtet regelmäßig zum Thema Saatgut

Im globalen Süden werden ganz gezielt Abhängigkeiten der Landwirte erzeugt, gerne unter dem Deckmantel der Entwicklungshilfe. Das berühmteste Negativbeispiel sind wohl die Philippinen, die in den 60er Jahren während der sogenannten Grünen Revolution in den zweifelhaften Genuss von Konzern-Saatgut kamen. Nach Missernten handelten die US-Konzerne mit der philippinischen Regierung einen Deal aus: sie würden für ein paar Jahre kostenlos Saatgut und die dazu passenden Chemikalien für die philippinischen Landwirte bereitstellen. Danach müssen sie die Produkte kaufen. Viele Landwirte waren zunächst begeistert, sie hatten Rekordernten und durch die Pestizide weniger Arbeit mit Unkraut und Schädlingen. Schon nach ein paar Jahren zeigte sich allerdings, dass die ausländischen Sorten Probleme mit bestimmtem Wetter hatten und bei Missernten komplett ausfielen. Bisher hatten die Landwirte immer mehrere, regionale Sorten gleichzeitig angebaut und einige von ihnen trugen auch dann, wenn andere ausfielen. Rekordernten gab es so nicht, aber immer sicheren Ertrag. Außerdem war die Saat und die Chemikalien sehr teuer und wegen der schwankenden Verkaufspreise am Weltmarkt wussten die Landwirte nie, ob sie überhaupt eine schwarze Null schreiben werden– oder trotz höherer Erträge Verluste machen würden (die internationale Presse feierte die Grüne Revolution wegen der höheren Erträge trotzdem als Erfolg und rechtfertigt damit das Modell bis heute).

Als die Landwirte jedoch gerne wieder ihre alten Sorten anbauen wollten, gab es diese oft schon nicht mehr in der Region, vor Begeisterung von den Konzern-Sorten in den ersten Jahren hatten sie es versäumt noch regionale Sorten aufzubewahren.

 

 

 Pro Ernteanteil gibt es Milchprodukte aus 8 l Kuhmilch:

  • 2 Liter Milch
  • 2 Becher Joghurt
  • 250 g Quark
  • einen Camenbert
  • 190 g Stedinger eine regionale Spezialität, welche Henning im vergangenen Jahr wieder mit ins Sortiment genommen hat.

 

Aus der Bäckerei

 

Diese Woche gibt es für jeden vollen Anteil ein Roggensonnenkernbrot oder ein Mischbrot weiterhin von der Backstube aus Bremen und die halben Anteile bekommen jeweils ein halbes Brot.


Aus der Fleischverarbeitung

Diese Woche gibt es für alle halben Anteile und für alle vollen Anteile eine Packung Frischfleisch.

 

4 Eier vom Johannshof

Aus der Gärtnerei

 

Pro Ernteanteil gibt es ca. 3,0 kg Gemüse, 1 Kopf Salat und 1 kg Kartoffeln. 

 

0,8 kg Möhren
1 Bund Petersilie
2 Köpfe Salat
     
800  g gelbe Bete
2 Stück kleine Fenchel mit Grün Sorte "Perfektion"
250 g Zwiebeln Sorte "Bajosta"
2 Köpfe Weißkohl zum Verarbeiten von der Sauerkrautaktion
1  Stück Kürbis
1 kg Kartoffeln "Goldmarie" festkochend

 

Die in der Tabelle angegebenen Mengen sind Richtwerte für einen Ernteanteil. Innerhalb der Depots kann die Ware auch getauscht werden.

 

Viele Grüße aus Grummersort,
Eike

 

 

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