Aus der Solawi

In der dieser Woche kommen einige neue Mitglieder in die Depots nach Donnerschwee, Eversten und Osternburg. Einige wurden durch unsere Infostände auf uns auf und aufmerksam, andere haben über Fernsehberichte von der Solidarischen Landwirtschaft erfahren.

 

Neues vom Hof

Von einem befreundeten Demeterhof konnten wir eine große Menge Strohballen kaufen, sodass wir nun ausreichend Einstreu für unsere Tiere haben. Seid dem Neubau unserer Liegehalle für die Kühe reichen die Strohmengen von unseren Feldern nicht mehr aus. Uns fehlen ca. 15 ha Ackerland, auf denen wir jährlich Getreide für unsere Bäckerei erzeugen und Stroh für die Tiere ernten könnten. Derzeit ist es aufgrund der großen Nachfrage besonders schwierig neue Ackerflächen zu pachten.

Unser Stallteam nutzt die warmen Augusttage, um auf zwei Flächen etwas Heu zum machen.

In der Gärtnerei ernten wir diese Woche noch einmal einen großen Schwung Fenchel, viele Tomaten, reichlich Zucchini und große Mengen Gurken. Es reifen erstaunlich viele Paprika ab und bekommen eine schöne rote Farbe. Dies haben wir den "tropischen" Temperaturen zu verdanken, denn sonst bleiben sie aufgrund des norddeutschen Klimas meist grün.

Am Freitag sind wir auf dem Zwiebelacker ein großes Stück weiter gekommen. Die Ernte fällt in diesem Jahr sehr gut aus, sodass noch einige Zwiebeln auf dem Acker liegen. Auch an diesem Freitag, den 10.08.18 ab 15 Uhr bieten wir nachmittags noch einmal die Gelegenheit mit aufs Feld zum Zwiebelernten zu fahren.

Wir freuen uns auf eure Anmeldungen unter: kontakt@solawi-oldenburg.de

 

Monsanto & Co. Kritik #1: Die Landwirte geraten in Abhängigkeit von den Konzernen (Teil 1). Nina Gmeiner berichtet regelmäßig zum Thema Saatgut

Hinter diesem Argument steckt vor allem die Sorge vor zu hoher Konzentration im Saatgutmarkt. Die nur noch wenigen, dafür sehr großen Unternehmen, können dann die Spielregeln bestimmen (ein Quasi-Monopol). Die Landwirte haben so praktisch keine Auswahl mehr, wenn sie Saatgut kaufen wollen. Und die hohen Preise, sowie sehr strenge Eigentumsrechte schränken die Verwendungsmöglichkeiten der Saat für die Landwirte stark ein.

Was ist an dem Argument also dran? Der Saatgutmarkt ist seit den 90er Jahren (also erst wenigen Jahrzehnten) tatsächlich schnell sehr übersichtlich geworden. Von den hunderten Unternehmen Anfang des 20. Jahrhunderts sind durch Unternehmensfusionen und –übernahmen nur noch eine Hand voll übriggeblieben. Auch viele der kleineren Firmen, die noch ihre eigenen Namen tragen, gehören mittlerweile als vollständige Tochterunternehmen zu den fünf großen Firmen. Und die Spielregeln bestimmen sie tatsächlich stark mit, allerdings nicht, indem sie Landwirte direkt zwingen, ihre Sorten zu kaufen. Sondern indem sie sehr erfolgreiche Lobbyarbeit bei der nationalen und internationalen Politik betreiben. Dabei geht es zum einen darum, die Rechtslage zu verschärfen, es also kleinen Unternehmen zu erschweren, die nötigen Standards einzuhalten (z. B. in Bezug auf Qualität und Einheitlichkeit der Samen und Pflanzen) – und sie so zur Aufgabe des Unternehmens oder zu Übernahmen zu zwingen. Zum anderen wird die finanzielle, staatliche Förderung für Züchtung stark auf technisierte Züchtungsmethoden ausgelegt. Unternehmen ohne teure High-Tech Labore können so wesentlich weniger Geld für ihre Züchtungs-Arbeit beantragen, deshalb entwickeln sie weniger Sorten und können nicht am Markt bestehen oder wachsen. Es ist also sehr unwahrscheinlich, dass neue, kleinere und größere Unternehmen den Saatgutmarkt betreten werden.

 

Aus der Käserei
Pro Ernteanteil gibt es Milchprodukte aus 8 l Kuhmilch:
2 l Milch
2 Becher Joghurt (je 500 g)
1 Becher Kräuterquark (250 g)

190 g Stedinger (eine regionale Spezilität)

190 g Hofgouda

Aus der Bäckerei
Diese Woche gibt es für jeden vollen Anteil ein Backfermentbrot oder ein halbes Backfermentbrot und ein Dinkelkrusti.

Aus der Fleischverarbeitung
Diese Woche gibt es für alle vollen Anteile und für alle halben Anteile eine Portion frisches Hackfleisch vom Rind. Für die Hofabholer wird das Hackfleisch eingefroren. Bitte holt eure Fleischanteile in Donnerschwee und Eversten zeitig ab oder bittet andere Mitglieder die Ware gut kühl zu stellen. Sie muss - wie bei Hackfleisch üblich - direkt verarbeitet oder eingefroren werden.

Eier
4 Eier vom Johannshof

Aus der Gärtnerei
Pro Ernteanteil gibt es ca. 3,5 kg Gemüse, 2 Köpfe Salat und 1 kg Kartoffeln. 

 

0,6 kg Möhren „Dolciva“
1 Stück sehr große Zucchini zum Füllen (kann an einem trockenen Platz einige Wochen gelagert werden.
1 kg Zucchini
1 Bund Zitronenmelisse
1 Bund Thymian (kann aufgehangen und getrocknet werden)
1200  g Tomaten (verschiedene Sorten)
200 g Zwiebeln Sorte "Bajosta"
etwas   Minigurken
1 Stück Gurken
2 Köpfe Salat
2 Stück Fenchel
1 kg große Kartoffeln Sorte "Goldmarie"

 

Die in der Tabelle angegebenen Mengen sind Richtwerte für einen Ernteanteil. Innerhalb der Depots kann die Ware auch getauscht werden. Die Zwiebeln, welche nicht aufgeteilt wurden, können in den Depots in Eversten und Donnerschwee einfach für die kommende Woche stehen bleiben.

 

Viele Grüße aus Grummersort,
Eike

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